2005/2006 Brasilien

30.05.2005 - 30.11.2006 Bau eines kommunitären Zentrums für Gemeinwesenentwicklung im Munizip São Gonçalo, Rio de Janeiro, Brasilien

Unsere Partnerorganisation in Brasilien: CAMPO und die lokale Gruppe “Comunidades em Ação”

Die Favelas Salgueiro und Fazenda dos Mineiros im Munizip São Gonçalo in Rio de Janeiro waren zum Bauzeitpunkt von strukturell- und sozialschwierigen Verhältnissen geprägt. Die Organisation CAMPO setzte sich für die Verbesserung der Lebensumstände ein. Dabei half die GSE mit einer Förderung durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung in den Jahren 2005 und 2006 bei einem Bau eines Ausbildungszentrums. Hierfür wurde in São Gonçalo, Roi de Janeiro ein altes Gebäude erworben, welches umgebaut und erweitert wurde. Das Projekt konnte 2006 erfolgreich abgeschlossen werden und die Ausbildungen des Schneiderns und des Kunsthandwerks wurden zahlreich angenommen. Die Ausbildungen wurden zu einem deutlich geringeren Preis angeboten als bei den gängingen Anbietern, sodass für viele Jugendliche die Chance auf eine Berufsausbildung geschaffen wurde. Das Zentrum wurde von zwei Sekretärinnen organisiert. Zusätzlich zu den Handwerksangeboten wurden EDV-Kurse gegeben, um den Schüler*innen den Start in das immer digitalisiertere Arbeitsleben zu erleichtern. Die hauseigene Kantine sollte zur finanziellen Selbstständigkeit des Zentrums beitragen. Eigene Modelabels und Ausbildungsmodelle wurden gemeinsam erarbeitet, um das Zentrum auch langfristig finanzieren zu können.

 

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2004 - 2008 Indien

Schulpartnerschaft der "Fritz Reuter Grundschule" Kühlungsborn mit einer Grundschule in Poshettipally (Andhra Pradesh) Indien

Unsere Partnerorganisation in Indien: SEWS

Die Wirtschaft Indiens steckte zum Projektzeitpunkt in einer tiefen Krise. In ländlichen Regionen waren sowohl Menschen, die Ihren Haupterwerb in der Landwirtschaft fanden, als auch Bildungseinrichtungen aller Art von den Folgen betroffen.

Die GSE Berlin unterstützte zahlreiche Projekte von Brunnen- und Schulbau bis zum Umwelt- und Gesundheitsmanagement in der Region Andhra Pradesh.

Wir, als damalige Landesstelle der GSE in Rostock, initiierten eine 4jährige Schulpartnerschaft zwischen einer Grundschule in Kühlungsborn und einer Grundschule in Poshettipally. Neben dem regelmäßigen Briefwechsel der Schüler*innen wurde eine Projektwoche im Jahr an der Grundschule in Kühlungsborn organisiert. Das Ziel war sowohl entwicklungspolitische Themen durch Bildungsprojekte der GSE an die Schüler*innen heranzuführen, als auch das Spendensammeln für die Schule in Poshettipally, Indien. Durch Kuchenbasare, Vorführungen von ausgearbeiteten Projekten im Laufe der Woche und Spiele wie Lose etc. brachten Gelder für einen Fernseher, Kasettenrecorder und andere Spenden für die Schule in Indien ein.

Im Februar 2008 besuchten 3 Mitarbeiterinnen der GSE die Region und wurden in die Arbeit und zahlreichen Projekte unserer Partnerorganisation SEWS eingeführt. Der Fokus wurde auf Bildungsangebote durch unsere Mitarbeiterinnen an den Grundschulen gelegt.

Die gemeinsame Zeit der Schulpartnerschaft war sowohl für uns als GSE, aber auch für alle beteiligten Schüer*innen und Lehrpersonen sehr breichernd. Wir sind dankbar für diese tolle Zusammenarbeit.

 

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1993/1994 Chile

01.09.1993 - 31.08.1994 Bau und Ausrüstung eines Ausbildungszentrums für arbeitslose Jugendliche in Chile

Unsere Partnerorganisation in Chile: KAIRÓS

Renca war zum Bauzeitpunkt eines der ärmeren Viertel von Santiago de Chile, das Spuren der 16jährigen Militärdiktatur auswies. In der Zeit danach brachte das Viertel zahlreiche Initiativen der Nachbarshilfe und Gemeinschaftsentwicklung hervor. Dabei unterstützte sie die NGO KAIRÓS.

KAIRÓS entstand während der letzten Monate 1989/90 unter der Militärherrschaft in Chile und machte sich die Verbesserung der Lebensumstände des Viertels zum Ziel in Form von Bildungsprojekten und kulturellen Angeboten.

Die GSE unterstützte KAIRÓS beim Aufbau und bei der Einrichtung von Ausbildungsstätten für Jugendliche. An dem Projekt beteiligten sich Jugendliche der 6., 7. und 8. Klassen aus der Schule "Ciudad Educativa". Etwa 70 junge Menschen im Alter von 13 bis 17 jahren nahmen an dem Programm teil. Fast alle kamen aus den benachbarten Armenvierteln "Manuel Acevedo" und "Parque Industrial". Ein Teil der Mädchen und Jungen ging noch in der "Ciudad Educativa" zur Schule. andere hatten den Unterricht längst verlassen und mussten zum Unterhalt der Familien beitragen. Im Projekt wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, grundlegende Berufskenntnisse als Elektriker*in, Schreiner*in, Schlosser*in, Schweißer*in und Schneider*in zu erwerben.